Haben Hunde Nachtsicht?
Wenn Sie Ihren Hund schon einmal spät abends spazieren geführt oder ihn beobachtet haben, wie er sich im Dunkeln gemütlich bewegt, fragen Sie sich vielleicht, ob Hunde Nachtsicht haben. Es mag zwar so aussehen, als könne Ihr vierbeiniger Begleiter problemlos in völliger Dunkelheit navigieren, doch die Wahrheit ist etwas differenzierter. In diesem Blogbeitrag untersuchen wir, wie Hunde bei schlechten Lichtverhältnissen sehen, ob sie wirklich Nachtsicht besitzen und wie Sie Ihren Hund bei nächtlichen Spaziergängen schützen können.
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Können Hunde wirklich nachts sehen?
Die kurze Antwort lautet: Nein. Hunde haben kein echtes Nachtsichtvermögen, wie es Nachtsichtgeräte ermöglichen, in stockfinsterer Dunkelheit zu sehen. Hunde sind jedoch deutlich besser als Menschen in der Lage, in dunklen oder schwach beleuchteten Umgebungen zu sehen. Sie benötigen keine völlige Dunkelheit, können aber Bewegungen und Objekte in Situationen besser erkennen, in denen das menschliche Sehvermögen versagt. Hunde haben zwar kein Nachtsichtvermögen im eigentlichen Sinne, können aber bei Dunkelheit deutlich besser sehen als wir.
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Warum können Hunde im Dunkeln gut sehen?
Mehrere anatomische Anpassungen sorgen dafür, dass Hunde besonders gut in der Lage sind, in Umgebungen mit wenig Licht zu sehen:
- Tapetum LucidumEiner der Hauptgründe dafür, dass Hunde im Dunkeln besser sehen können, ist das Tapetum lucidum, eine reflektierende Schicht hinter der Netzhaut. Diese spiegelartige Struktur reflektiert das einfallende Licht durch die Netzhaut zurück und gibt den Augen so eine zweite Chance, das Licht aufzunehmen. Dies ist auch der Grund, warum Hundeaugen nachts im Scheinwerferlicht oder im Licht einer Taschenlampe leuchten können.
- Stäbchendominierte NetzhautHunde haben mehr Stäbchenzellen in ihrer Netzhaut als Menschen. Diese Stäbchenzellen reagieren empfindlich auf schwaches Licht und Bewegung, wodurch Hunde Bewegungen auch bei minimaler Lichtstärke wahrnehmen können. Obwohl ihre Farbwahrnehmung nicht so scharf ist wie unsere, ist ihre Fähigkeit, Bewegungen im Dunkeln zu erkennen, beeindruckend.
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- Größere PupillenDie Größe der Pupille eines Hundes spielt eine wichtige Rolle für seine Nachtsichtfähigkeit. Die Pupillen von Hunden sind von Natur aus größer als die von Menschen, wodurch mehr Licht in ihre Augen gelangt. Diese zusätzliche Lichtaufnahme hilft ihnen, bei schwachen Lichtverhältnissen, sei es in der Dämmerung oder in einer Mondnacht, besser zu sehen.
Sicherheitstipps für das nächtliche Gassigehen mit Ihrem Hund
Hunde können im Dunkeln zwar besser sehen als Menschen, doch nächtliche Spaziergänge mit dem Hund bringen einige Herausforderungen mit sich. Hier sind einige Sicherheitstipps, damit Sie und Ihr Hund bei nächtlichen Spaziergängen sicher sind:
- Verwenden Sie reflektierende Ausrüstung: Statten Sie Ihren Hund mit reflektierender Hundekleidung, Geschirren und Leinen aus, um ihn für Autos, Radfahrer und andere Fußgänger besser sichtbar zu machen. Reflektierende Ausrüstung verbessert die Sichtbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen und verringert das Unfallrisiko.
- Tragen Sie eine TaschenlampeAuch wenn Ihr Hund im Dunkeln gut sehen kann, kann eine Taschenlampe oder Stirnlampe Ihnen helfen, sich besser zurechtzufinden und potenzielle Gefahren auf Ihrem Weg zu erkennen. Sie hilft auch dabei, Ihren Hund in Sichtweite zu halten.

Cavalier King Charles Spaniel in einem sonnengestreiften Hunderegenmantel
- Bleiben Sie in gut beleuchteten Bereichen: Halten Sie sich bei nächtlichen Spaziergängen möglichst an gut beleuchtete Straßen oder Parks. So verringern Sie die Wahrscheinlichkeit, auf versteckte Hindernisse oder Gefahren wie Glasscherben, unebene Gehwege oder Wildtiere zu stoßen.
- Achten Sie auf Ihre Umgebung: Achten Sie genau auf nachtaktive Tiere oder unerwartete Ablenkungen, die Ihren Hund provozieren könnten. Diese Ablenkungen können manchmal zu unvorhersehbarem Verhalten führen oder dazu, dass Ihr Hund zieht oder loslegt.
- Behalten Sie die KontrolleAuch wenn Ihr Hund leinentrainiert ist, sollten Sie ihn bei nächtlichen Spaziergängen immer an der Leine führen. Hunde lassen sich im Dunkeln leicht durch Geräusche, Tiere oder andere Dinge ablenken. Daher ist die Kontrolle entscheidend, um Unfälle oder Ausreißer zu vermeiden.
Genießen Sie die Nacht mit Ihrem pelzigen Freund
Hunde können zwar nicht wirklich nachts sehen, aber ihre natürlichen Anpassungen wie das Tapetum lucidum, die stäbchendominierte Netzhaut und größere Pupillen ermöglichen ihnen, bei schlechten Lichtverhältnissen deutlich besser zu sehen als Menschen. Dennoch ist es wichtig, bei nächtlichen Spaziergängen mit den richtigen Vorsichtsmaßnahmen für die Sicherheit Ihres Hundes zu sorgen. Reflektierende Hundekleidung, die richtige Ausrüstung und ein Bewusstsein für Ihre Umgebung tragen dazu bei, dass Ihr Hund zu jeder Tageszeit sicher und zufrieden ist.
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Das Verständnis für die verbesserte Sehkraft Ihres Hundes ist eine weitere Möglichkeit, Ihre Bindung zu stärken und sicherzustellen, dass er die nötige Pflege erhält. Genießen Sie Ihre Abendspaziergänge mit dem Wissen, dass Ihr Hund im Dunkeln viel besser zurechtkommt als Sie!